Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer Tropennacht, wenn die Tiefsttemperatur im Zeitraum von 18 bis 6 Uhr UTC nicht unter 20 °C sinkt. Maßgeblich ist also das Minimum der Nacht, nicht das Tagesminimum. In Städten ist das häufiger als auf dem Land, weil Asphalt und Beton tagsüber viel Wärme speichern und nachts abgeben (städtische Wärmeinsel). Die Tropennacht ist eine eigene Kennzahl für die Nacht und keine Stufe nach Sommertag und Hitzetag.
Für den Schlaf kann das ein Problem sein: Für das Schlafzimmer werden häufig etwa 16 bis 18 °C empfohlen, welche Temperatur angenehm ist, ist aber individuell. In Tropennächten ist das ohne technische Hilfe oft schwer zu erreichen, vor allem, wenn die Wohnung deutlich wärmer ist. Nachtlüftung kann trotzdem helfen, solange es draußen kühler ist als drinnen. Entscheidend ist der Temperaturunterschied zwischen innen und außen, nicht allein die Außentemperatur.
So hilfst du dir
- Schlafzimmer tagsüber verdunkeln und außen beschatten (Sonnenschutz)
- leichte Bettwäsche und ein Ventilator mit kleiner Stufe
- Klimagerät im Schlafmodus oder vorab kühlen
- Wohnräume mit hoher Wärmelast (innere Wärmelasten) abends meiden
