Ein Klimagerät läuft im Sommer selten rund um die Uhr auf Anschlag. An einem durchschnittlichen Tag wird nur ein Teil der Maximalleistung gebraucht, an kühleren Tagen noch weniger. Der SEER trägt dem Rechnung: Er wird nach einem europäischen Prüfverfahren aus mehreren Messpunkten bei 100, 74, 47 und 21 Prozent Last mit den zugehörigen Außentemperaturen gewichtet berechnet. Das ist eine standardisierte Modell-Saison. Wie viel Strom dein Gerät in deiner Wohnung tatsächlich braucht, hängt von Klima, Nutzung, Gebäude und Einstellungen ab und kann deutlich abweichen.
Ein höherer SEER bedeutet bei vergleichbaren Bedingungen weniger Stromverbrauch pro abgeführter Kilowattstunde Wärme. Moderne Split-Geräte erreichen je nach Modell hohe Werte. Eine bessere Effizienzklasse oder ein höherer SEER heißt aber nicht automatisch einen geringeren absoluten Verbrauch, siehe Energieeffizienzklasse.
SEER und SCOP
Fürs Heizen gibt es das Gegenstück, den SCOP. Beide Werte sind vor allem bei Geräten mit Inverter-Technik aussagekräftig. Mobile Ein- und Zweischlauchgeräte haben keinen SEER, hier gilt der EER.
