Eine Klimaanlage mit Heizfunktion ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Sie zieht Wärme aus der Außenluft, hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie im Raum ab. Weil sie den Großteil der Energie aus der Umgebung holt, liefert sie mehr Wärme, als sie Strom aufnimmt. Das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung ist der COP.
Der COP beschreibt einen Betriebspunkt bei festgelegten Bedingungen, zum Beispiel bei einer bestimmten Außentemperatur. Er schwankt deshalb stark: Bei milden Temperaturen kann er je nach Gerät deutlich über 3 liegen, bei Frost fällt er ab. Strom brauchen dabei nicht nur der Verdichter, sondern auch Ventilatoren, Regelung und die Abtauung. Wie vollständig diese Verbraucher in der Angabe enthalten sind, hängt vom Prüfverfahren ab.
Für eine ganze Heizperiode mit wechselnden Temperaturen gibt es den SCOP. Er ist eine standardisierte Saisonbewertung, nicht einfach der Durchschnitt mehrerer COP-Werte.
Zum Vergleich
Eine elektrische Direktheizung hat einen COP von 1: Jede Kilowattstunde Strom wird zu genau einer Kilowattstunde Wärme. Bei einem COP von 4 brauchst du für dieselbe Wärme nur ein Viertel des Stroms. Mehr zu den Möglichkeiten findest du unter Heizfunktion bei Klimageräten.
