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Verdunstungskälte

Verdunstungskälte kurz erklärt

Verdunstungskälte entsteht, wenn Wasser verdunstet und dabei Wärme aus der Umgebung aufnimmt. So kühlt Schweiß die Haut, so funktionieren Luftkühler, und deshalb kühlt ein feuchtes Tuch an heißen Tagen.

Verdunstungskälte ausführlich erklärt

Damit Wasser verdunstet, braucht es Energie: Rund 2.400 Kilojoule pro Kilogramm bei Raumtemperatur, also etwa 0,68 Kilowattstunden je Liter. Diese Energie nimmt das Wasser aus seiner Umgebung auf, die dadurch kühler wird. Der Körper nutzt das beim Schwitzen, Luftkühler nutzen es technisch.

Wie gut es funktioniert, hängt von der Luftfeuchte ab. In trockener Luft verdunstet viel Wasser, und die Abkühlung ist deutlich. In feuchter Luft kann das Wasser kaum verdunsten, der Effekt bleibt klein. Die theoretische Grenze setzt die Feuchtkugeltemperatur: Durch Verdunstung lässt sich die Luft höchstens bis zu diesem Wert abkühlen. Ein Luftkühler arbeitet deshalb an trockenen Tagen am besten.

Alltagsbeispiele

  • nasses Handtuch am Nacken oder ein feuchtes Tuch vor dem Ventilator
  • Wasser sprengen auf Terrasse oder Balkon (wirkt vor allem im Freien)
  • Wäsche im Raum aufhängen kühlt kurz, erhöht aber die Luftfeuchte und fördert so die Schwüle

In geschlossenen Räumen kann zu viel verdunstetes Wasser zu Feuchteproblemen führen, siehe Schimmel. Halte nasse Tücher und Wasser außerdem von Steckdosen, Kabeln und Elektrogeräten fern.

Verdunstungskälte: Beispiel aus der Praxis

Du hängst ein nasses Tuch vor das offene Fenster, über das etwas Luft strömt. Das Wasser verdunstet, und dabei kühlt die Luft ein kleines bisschen ab. Das funktioniert am besten, wenn die Luft trocken ist. Halte nasse Tücher von Steckdosen, Kabeln und Elektrogeräten fern.

Auch bekannt als: Verdunstungskühlung, Verdampfungskühlung

Verwandte Begriffe

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Aktualisiert: 23.10.2026