Über ein Vierwegeventil lässt sich im Kältekreis die Strömungsrichtung des Kältemittels umkehren. Das Außengerät holt dann Wärme aus der Umgebungsluft, das Innengerät gibt sie an den Raum ab. Bis zu welcher Außentemperatur das Gerät heizt, geben die Hersteller an. Mit sinkender Außentemperatur nimmt die Heizleistung ab, und die Effizienz (COP) fällt.
Bei niedrigen Temperaturen und feuchter Luft kann sich am Außengerät Reif oder Eis bilden. Das Gerät taut dann zwischendurch ab, in dieser Zeit sinkt die Heizleistung kurz. Dabei fällt am Außengerät Tauwasser an, das abfließen können muss, damit es nicht gerätenah gefriert.
Geräte mit Heizfunktion tragen oft den Zusatz „Heizen/Kühlen“ oder „Wärmepumpe“. Bei Split-Anlagen gehört die Heizfunktion häufig zur Ausstattung. Bei mobilen Geräten gibt es zwei Varianten: echte Wärmepumpen und einfache Zusatzheizungen mit Heizstab, die nur wie ein Heizlüfter arbeiten und entsprechend viel Strom ziehen.
Wann sich das lohnen kann
- In der Übergangszeit im Frühling und Herbst kann eine Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion wirtschaftlich heizen, wenn die Zentralheizung noch aus ist.
- Als Hauptheizung ist sie nur sinnvoll, wenn das Gerät für niedrige Außentemperaturen ausgelegt ist.
- Ein Wandgerät verteilt die Wärme anders als eine Fußbodenheizung. Oft ist es oben wärmer als unten.
