Hygrometer gibt es in zwei Grundformen. Mechanische Geräte nutzen ein Material, das sich bei Feuchtigkeit ausdehnt oder zusammenzieht, etwa ein Haar oder eine Kunststoffspirale, und bewegen damit einen Zeiger. Sie brauchen keinen Strom, sind aber meist ungenauer und driften mit der Zeit. Digitale Geräte arbeiten mit einem kapazitiven Sensor, dessen elektrische Eigenschaften sich mit der Luftfeuchte ändern. Die Genauigkeit wird in Prozentpunkten relativer Luftfeuchte angegeben, bei Haushaltsgeräten oft im Bereich von etwa ±2 bis ±5 Prozentpunkten, abhängig von Modell und Messbedingungen.
Fast alle Haushaltsgeräte messen zusätzlich die Temperatur (Thermo-Hygrometer), denn die relative Luftfeuchtigkeit hängt von der Temperatur ab. Manche Modelle berechnen den Taupunkt oder haben einen Alarm bei Schimmelgefahr. Beachte: Kurze Feuchtespitzen, etwa beim Duschen oder Kochen, sind etwas anderes als eine dauerhaft hohe Feuchte. Für die Beurteilung zählt vor allem der Verlauf über Tage.
So platzierst du das Hygrometer
- an einer Innenwand in etwa 1,5 m Höhe
- nicht neben Heizung, Fenster, Küche oder in direkter Sonne
- im Schlafzimmer und im Keller besonders sinnvoll, weil dort Feuchteprobleme auftreten können
Wie du ein Gerät prüfst, steht unter Kalibrierung. Mehr zu Modellen findest du im Ratgeber Hygrometer.
