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Messgenauigkeit, Auflösung und Messunsicherheit

Messgenauigkeit, Auflösung und Messunsicherheit kurz erklärt

Auflösung ist die kleinste Stufe, die ein Gerät anzeigt. Messgenauigkeit beschreibt, wie nah der Wert am wahren Wert liegt. Die Messunsicherheit gibt den Bereich an, in dem der wahre Wert vermutlich liegt.

Messgenauigkeit, Auflösung und Messunsicherheit ausführlich erklärt

Ein Gerät kann in Schritten von 0,1 °C anzeigen und trotzdem um 1 °C danebenliegen. Die Auflösung sagt also nichts über die Genauigkeit. Die Genauigkeit gibt der Hersteller oft als Toleranz an, zum Beispiel ±0,5 °C oder ±3 Prozentpunkte bei der relativen Luftfeuchtigkeit.

Achte auf den Unterschied zwischen Prozentpunkten und relativen Prozent. ±5 Prozentpunkte bei einer Anzeige von 55 % bedeuten 50 bis 60 %. ±5 Prozent vom Messwert wären dagegen nur etwa 52 bis 58 %.

Die Herstellertoleranz ist eine Angabe unter Prüfbedingungen. Sie ist nicht dasselbe wie die Messunsicherheit, die zusätzlich Einflüsse wie Standort, Alterung und Kalibrierung berücksichtigt. Mit einer Kalibrierung oder einem Vergleich mit einem Referenzgerät kannst du Abweichungen einschätzen.

Für den Alltag reicht meist ein einfaches Gerät, wenn du Trends beobachtest. Sobald Werte als Beleg dienen, etwa bei Streit um Feuchtigkeit oder Hitze am Arbeitsplatz, brauchst du geprüfte Geräte und dokumentierte Messungen.

Messgenauigkeit, Auflösung und Messunsicherheit: Beispiel aus der Praxis

Dein Hygrometer zeigt 55 % relative Luftfeuchtigkeit, die Herstellerangabe lautet ±5 Prozentpunkte. Innerhalb dieser Angabe liegt die tatsächliche Luftfeuchtigkeit dann zwischen 50 und 60 %. Ob 55 oder 56 angezeigt wird, ist daher unwichtig.

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Aktualisiert: 23.10.2026