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Pettenkofer-Zahl

Pettenkofer-Zahl kurz erklärt

Die Pettenkofer-Zahl ist der Richtwert von 1.000 ppm CO₂ (0,1 Volumenprozent) für gute Raumluft. Der Hygieniker Max von Pettenkofer legte ihn im 19. Jahrhundert fest. Er gilt bis heute als Orientierung dafür, wann gelüftet werden sollte.

Pettenkofer-Zahl ausführlich erklärt

Max von Pettenkofer, der als Begründer der wissenschaftlichen Hygiene in Deutschland gilt, untersuchte im 19. Jahrhundert, wie sich die Luft in Wohn- und Schulräumen verändert. Er stellte fest, dass Menschen sich ab einer CO₂-Konzentration von etwa 0,1 Prozent in der Raumluft zunehmend unwohl fühlen. Dieser Wert wurde zur Pettenkofer-Zahl.

CO₂ selbst ist bei diesen Konzentrationen nicht giftig. Es dient als Indikator für die personenbezogene Luftbelastung: Wo viel CO₂ steckt, haben sich auch andere Stoffe aus Atem und Ausdünstungen der anwesenden Personen angereichert. Daraus lassen sich Emissionen aus Möbeln, Bau- oder Reinigungsstoffen nicht zuverlässig ableiten, dafür sind andere Messungen nötig. Das Umweltbundesamt greift die Marke von 1.000 ppm bis heute als Leitwert auf. In Schulen, Büros und Wohnungen dient er als Signal zum Stoßlüften.

Einordnung heute

  • Die Zahl ist ein Orientierungswert, kein gesetzlicher Grenzwert für alle Räume.
  • Sie hilft vor allem in voll besetzten Räumen wie Schule, Büro oder Besprechungsraum.
  • Messgeräte wie die CO₂-Ampel bilden sie direkt ab.

Pettenkofer-Zahl: Beispiel aus der Praxis

Im Klassenzimmer zeigt die CO₂-Ampel nach einer Unterrichtsstunde mehr als 1.000 ppm. Das ist die Pettenkofer-Zahl. Die Lehrkraft öffnet für einige Minuten alle Fenster, danach sinkt der Wert wieder. Der Wert sagt vor allem etwas über die Atemluft der Anwesenden, nicht über Ausdünstungen aus Möbeln oder Wandfarben.

Auch bekannt als: Pettenkofer-Grenze

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Aktualisiert: 23.10.2026